Allianz für Gebäude-Energie-Effizienz widerlegt die vier größten Sanierungsirrtümer

Eine meiner Herzensangelegenheiten ist der sinnvolle Umgang mit Ressourcen. Der größte Einzelposten dürfte die Wärmeerzeugung in Gebäuden sein. Das Umweltbundesamt beschreibt dies für 2010 so: Betrachtet man den Anteil der Sektoren am Endenergieverbrauch 2010, so hat der Verkehr einen Anteil von rund 28 %, die Haushalte von 29 %, die Industrie von 28 % und der Sektor Gewerbe, Handel, Dienstleistung (GHD) von 15 %. Bei den Haushalten spiegelt sich im energieträgerspezifischen Endenergieverbrauch (siehe Abb. „Endenergieverbrauch 2010 nach Sektoren und Energieträgern“) das Heizverhalten wieder. Der Anstieg der Gradtagszahlen im Jahr 2010 gegenüber 2009 ließ den Energieverbrauch für Raumwärme größer werden. Über die Jahre ist die durchschnittliche Wohnfläche pro Kopf gestiegen und die Raumwärme macht rund drei Viertel des Energieverbrauchs in Haushalten aus. Hier sind es vor allem Erdgas und Heizöl, die den höchsten Verbrauch aufweisen. Auch erneuerbare Wärme (zum Beispiel Solarthermie, Wärmepumpen und Holzpellets) und Fernwärme werden verstärkt in diesem Sektor eingesetzt.

Auch beim GHD-Sektor spiegelt sich bei der Betrachtung des Endenergieverbrauchs nach Energieträgern das Heizverhalten wieder. Die Raumwärme macht hier die Hälfte aus. Gleichzeitig ist aber der Anteil am Endenergieverbrauch von Strom am höchsten, was auf den verstärkten Einsatz von mechanischer Energie und Beleuchtung zurückzuführen ist.

Die Industrie verbraucht jeweils zu einem Drittel Strom und Gase. Zwei Drittel des Endenergieverbrauchs wird für Prozesswärme benötigt. Mechanische Energie sorgt für ein Viertel des Verbrauchs, während Raumwärme nur einen kleinen Anteil am Verbrauch hat.

Im Verkehrssektor werden zu über 90 % Kraftstoffe aus Mineralöl eingesetzt. Biokraftstoffe und Strom spielen noch eine geringfügige Rolle beim Endenergieverbrauch in diesem Sektor. Fast die gesamte Menge der im Verkehr genutzten Energie wird in mechanische Energie umgesetzt.”

Die deutsche Energieagentur dena nimmt sich deshalb diesem Thema an: Beim Stichwort „energetische Gebäudesanierung“ denken die meisten an gut gedämmte Häuser mit geringen Energiekosten, an den Abschied von alten, zugigen Fenstern und an Wärme aus erneuerbaren Energien. So möchte man wohnen. Manch einer fragt sich aber auch: Kommt mit der Dämmung der Schimmel? Ist die Sanierung nicht viel zu teuer? Und sieht das Haus nach der Sanierung wirklich besser aus als vorher? Führende Branchenvertreter und Experten, die sich in der „Allianz für Gebäude-Energie-Effizienz (geea)“ zusammengeschlossen haben, kommentieren die größten Sanierungsirrtümer.”

Irrtum 1: Energiesparende Sanierungen rechnen sich nicht.

Irrtum 2: Wärmedämmung führt zu Schimmelbildung.

Irrtum 3: Die energetische Gebäudesanierung geht zu Lasten einer guten Architektur.

Irrtum 4: Energetisch sanierte Häuser sind für Mieter kaum bezahlbar.

Die Fortschritte der letzten Jahre finde ich sehr bemerkenswert und freue mich auf die Zukunft, wenn der Großteil des Immobilienbestands sinnvoll moderniesiert ist.

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Reiner

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